Jubiläum: 15 Jahre Kreuzfahrt-Getränkepakete - Morrletter #239
Published about 2 months ago • 2 min read
Ahoi, Ihr Lieben!
Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, aber meine Rückkehr aus Florida hat dieses Mal fast ohne Jetlag geklappt. Glück gehabt! Am Mittwoch ging es direkt weiter an den Comer See in Italien, wo Hamburger Freunde vor einiger Zeit ein Haus gekauft haben - mit traumhaften Blick - wenn auch ohne Kreuzfahrtschiffe.
Das große Jubiläum: 15 Jahre Getränkepakete
Wir deutschen Kreuzfahrer diskutieren liebend gern über ein Thema, das in der Kreuzfahrtbranche noch gar nicht so alt ist: Getränkepakete. Ich unterhielt mich vergangene Woche mit einem Offizier auf der Scarlet Lady von Virgin Voyages, der für Bars zuständig war. Er erzählte, er wäre lange bei Royal Caribbean gewesen, und habe damals erlebt, wie die Reederei - als erster Anbieter überhaupt - 2011 Getränkepakete mit unbegrenzt Alkohol eingeführt habe. Seiner Ansicht nach würden die Pakete (die es bei Virgin übrigens nicht gibt), die Kreuzfahrt kaputt machen. Er berichtete, wie seinerzeit bei Royal Caribbean einige Bars plötzlich die zehnfache Menge an Getränken zu produzieren hatten, als ohne Pakete - was zu großen Problemen führte.
Dieses Jahr also: Das große Jubiläum - 15 Jahre Getränkepakete. Wie war eigentlich die Entwicklung auf dem deutschen Markt? Mein Schiff hatte bereits 2010 alles inklusive eingeführt - was aber ja kein freiwilliges Paket ist. Und offenbar reagierte AIDA schon einige Monate später. Allerdings 2011 erstmal nur mit Paketen für Kinder („Happy Kids“, „Happy Teens“). Bis Pakete mit inkludiertem Alkohol kamen, dauerte es nochmal sehr lange - das war erst 2016. Und ich weiß noch, wie enttäuscht damals viele waren, dass es keine Pakete mit Longdrinks und Cocktails waren - die kamen bei AIDA erst 2019.
Generell haben die Reedereien großen Gefallen an den Paketen gefunden - sie müssen nur ein einziges Mal das Paket verkaufen - und haben damit schon ihren Schnitt gemacht. Viel einfacher, als wenn man an Bord Drink für Drink verkaufen muss. Neben Virgin Voyages gibt es nur ganz wenige, die komplett auf die Pakete verzichten - und das sind Hochseeschiffe von Phoenix Reisen. Hier zahlt man, was man trinkt - bei Getränkepreisen, die zu den niedrigsten der Branche gehören - sympathisch!
Der Abreise vom Schiff in Miami mit Öffis? Schwierig!
Der Kreuzfahrthafen in Miami verfügt über elf (!) Terminals - irre! Nachdem ich neulich den Hafen mal testweise zu Fuß verlassen hatte, wollte ich nun vergangene Woche mal öffentliche Verkehrsmittel ausprobieren. In Teilen der künstlichen Insel mit den Terminals verkehrt der kostenlose City of Miami Trolley.
Ich nahm an, nach meinen Erfahrungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den USA, Kreuzfahrer würden den Trolley gar nicht nutzen. Aber von wegen - es warteten schon viele an der Haltestelle in der Nähe des Virgin-Terminals. Es dauerte gut und gerne eine halbe Stunde, bis überhaupt mal ein (eher kleiner) Trolley vorfuhr. Der war aber mehr oder weniger schon komplett voll, weil er zuvor schon bei einem anderen Terminal gehalten hatte. Dann also doch ein Uber - zu einem so günstigen Preis, dass ich fast schon wieder ein schlechtes Gewissen gegenüber der kubanischen Fahrerin hatte - aber das ist eine andere Geschichte.
Bis nächste Woche - spätestens!
Euer Matthias
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Die Zukunft der Kreuzfahrten? Virgin Voyages (Nur ab 18!) - Morr & Meer Kreuzfahrt Podcast #17
In dieser Podcastfolge spreche ich gemeinsam mit Michael Richter und Heiko Rühl-Hoffmann über unsere Erfahrungen mit Virgin Voyages – einer Kreuzfahrtmarke, die sich ganz bewusst an Erwachsene richtet. Wir gehen auf die besondere Mischung des Publikums ein, sprechen über die innovativen Kabinenkonzepte, das Unterhaltungsangebot und natürlich über das Essen an Bord. Dabei wird deutlich, wie Virgin Voyages versucht, klassische Kreuzfahrtkonzepte aufzubrechen und eine entspannte, inklusive Atmosphäre zu schaffen.
Außerdem diskutieren wir Themen wie das Prepaid-Getränkeguthaben, die Vielfalt der Restaurants, besondere Events an Bord und die offene Feedback-Kultur, bei der Gäste ihre Eindrücke direkt teilen können. Auch die Altersstruktur der Passagiere und das allgemeine Ausgeh- und Lebensgefühl an Bord spielen eine Rolle – Aspekte, mit denen sich Virgin Voyages klar von anderen Reedereien abhebt.
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