Transatlantikreise ab New York - würde ich es wieder machen? Morrletter #250


Ahoi, Ihr Lieben!

Wenn man eine Reise bucht, hat man ja gewisse Vorstellungen - so war das natürlich auch bei meiner Transatlantik-Reise, die ich am vergangenen Wochenende in New York begonnen habe. Man stellt sich das so schön vor - Auslaufen bei traumhaftem Wetter, vorbei an der Freiheitsstatue. Wie war es wirklich? Nach schönen Tagen vorher in New York (als ich noch nicht da war), war das Wetter am Samstag vor acht Tagen extrem bescheiden - grau, kühl und regnerisch. Warum auch immer hatte sich dann auch noch das Auslaufen von 17 Uhr auf nach 20 Uhr verschoben. Und schon war der Start komplett anders, als ich gedacht hatte. Aber damit muss man natürlich rechnen.

Transatlantik-Reise nächstes Mal lieber ab Florida

Etwa 2400 Gäste sind an Bord der Valiant Lady von Virgin Voyages. Was ich ganz spannend finde: Es sind neben mir noch 56 weitere Deutsche an Bord. Dafür, dass man Virgin bisher im Ausland buchen muss, finde ich es doch ganz bemerkenswert. Ich hätte mit deutlich weniger gerechnet.

Ich bin ja dieses Mal überwiegend zum Schreiben an Bord. Ob diese Schiffsklasse gut dafür geeignet ist, hatte ich mir im Januar auf der Schwester Scarlet Lady angeschaut. Ich glaubte, ja. Viele gute Plätze, wo ich mich schon am Laptop sitzen sah. Nur war das natürlich im Januar eine Schönwetter-Reise. Die ersten Tage jetzt auf der Transatlantik-Kreuzfahrt waren aber schlecht vom Wetter her - entsprechend waren die meisten Gäste überwiegend drinnen. Die angedachten Arbeitsplätze draußen waren nicht nutzbar, und drinnen war es natürlich erheblich voller als an schönen Tagen. Nicht so einfach!

Die Alternative wäre eine Transatlantikreise ab Miami gewesen - das liegt nun etwa 1800 Kilometer südlich von New York - mit wärmeren Temperaturen - und man ist dann auch insgesamt auf einem südlicheren Kurs unterwegs - mit meist besserem Wetter - das würde ich wohl beim nächsten Mal bevorzugen.

Und wie ist Virgin Voyages dieses Mal?

Nun habe ich ja auch diese Reise wieder selbst bezahlt, niemand im Headquarter der Reederei weiß, dass ich hier bin. Von daher ist der Eindruck, den ich bekomme, extrem authentisch. Was das Schiff angeht: Selbst bei dem schlechten Wetter habe ich es nirgends mal so richtig voll erlebt. „The Galley“ ist ja das Restaurant, das kein Buffetrestaurant sein will. An Stationen wird man bedient mit Speisen, die häufig frisch zubereitet werden. Und selbst hier ist es morgens entspannt. Kellner kommen an den Tisch, fragen, ob Sie noch einen Kaffee bringen sollen - unterhalten sich teils minutenlang mit einem - das ist schon eher eine Erfahrung aus dem Luxussegment. Generell wirkt die Crew sehr zufrieden und nicht übermäßig gestresst - und so gilt am Ende die alte Kreuzfahrtregel: „Happy crew, happy guest.“

Besonders das Essen ist wieder herausragend - wenn ich nur an die Desserts in „The Galley“ denke. Bezahlt habe ich für die Balkonkabine bei Einzelbelegung für zwei Wochen etwa 2400 Euro - wenn man ehrlich ist, ist das eigentlich viel zu günstig…

Das war sie - die 250. Ausgabe vom Morrletter - dem etwas anderen Kreuzfahrt-Newsletter. Mehr als 21.000 sind von Euch mittlerweile dabei. Wahnsinn - und natürlich danke!

Bis nächste Woche - spätestens,

Euer Matthias


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