Erste Absagen für Orient-Winter 26/27 da - Morrletter #244
Published about 2 months ago • 3 min read
Ahoi, Ihr Lieben!
Klar: Eine Orientkreuzfahrt wird im Moment niemand buchen. Insofern hatte ich natürlich mit Absagen für den kommenden Winter gerechnet. AIDA und Costa waren jetzt die Vorreiter und haben mit der Costa Toscana und AIDAprima umgeplant.
AIDA und Costa sagen auch Orient 26/27 ab
Costa ist mit dem Flaggschiff der Flotte im kommenden Winter interessanterweise rund um die Kanaren unterwegs - das ist zwar ein Fahrtgebiet, das bei uns deutschen Kreuzfahrern sehr populär ist - dass nun eine internationale Reederei dort ihr neuestes und größtes Schiff einsetzt, ist mehr oder weniger neu.
AIDAprima wird ihre Reise im Oktober von Hamburg nach Gran Canaria antreten, was dann aber mit dem Schiff passiert, hat die Reederei noch nicht verraten. Nun hat AIDA ja in dem Fahrtgebiet schon zwei Schiffe vorgesehen - dass man mit drei Schiffen ähnliche Routen dort fährt, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Was ich mir vorstellen könnte: Ein Schiff fährt Richtung Kapverden oder Richtung spanisches Festland - eben in Kombination mit den Kanaren. Aber das ist Spekulation, im April erfahren wir mehr.
TUI Cruises hat die Orientsaison noch nicht abgesagt, für die man ausgerechnet den kommenden Neubau Mein Schiff Flow eingeplant hatte. Auch MSC hat sich noch nicht geäußert. Aber beide Reedereien dürften sich erstmal darauf fokussieren, ihre Schiffe aus dem persischen Golf zu bekommen.
Hat meine 160-Euro-Kreuzfahrt wirklich nur 160 Euro gekostet?
Deutlich über 200.000 Mal wurde in den vergangenen vier Wochen mein Video über meine Kreuzfahrt für 160 Euro mit der MSC Seaside angeschaut - Wahnsinn! Was in den Kommentaren immer wieder auftaucht: Der Preis wäre ja ohne Flug… Ja gut, wenn man in diesem Fall nicht grad in Miami wohnt, dann muss man schon irgendwie auch dort hinkommen - schwimmen wird kaum möglich sein. Wäre die Reise ab Hamburg gewesen, dann hätte man natürlich genauso Reisekosten hinzu rechnen können. Bahnfahrt Hamburg-Berlin, Flexpreis, 2. Klasse - hin und zurück - schlappe 232,80 Euro. Das ändert aber natürlich nichts am Preis der Kreuzfahrt.
Was manchen auch nicht ganz klar war: Das war natürlich ein Last-Minute-Angebot - manche Reedereien füllen lieber zum Niedrigpreis ihre Kabinen als sie leer zu lassen. Und wenn es in der Vergangenheit ein bestimmtes Angebot gab, bedeutet das nicht, dass es in Zukunft das nochmal gibt. Reisen fast zu verschenken ist erstmal noch kein Geschäftsmodell - mit einer Ausnahme: In den USA werden häufig auch Gäste eingeladen, und zwar dann, wenn sie dafür bekannt sind, im Casino ein Vielfaches des Reisepreises zu verspielen.
Flüge buchen immer nerviger
Wo wir grad bei Flügen waren: Ich habe für eine Transatlantik-Kreuzfahrt im April einen Flug nach New York gebucht - 316 Euro kostet mich der - sehr guter Preis, kann man nicht anders sagen. Was mir bei der Buchung aufgefallen ist: Mich macht es mittlerweile fast wahnsinnig, dass man Flugpreise immer schlechter vergleichen kann - oft ist nicht mal mehr Handgepäck im Flugpreis enthalten, dann aber wieder doch. Dass der Koffer nicht dabei ist, ist mittlerweile wiederum fast Standard - mit Ausnahme einiger Airlines, wo er doch dabei ist. Spaß macht das nicht mehr. Da hat man nun heute jede Menge Suchmaschinen für Flüge - aber die sind am Ende heute noch nicht intelligent genug.
Und da habe ich wirklich Hoffnung für die Zukunft - künstliche Intelligenz wird künftig mit den verwirrendsten Tarifen klar kommen - dann werde ich einfach nur meinen Wunsch formulieren: „Ich möchte möglichst günstig nach New York, ich möchte nicht frühmorgens fliegen und vergleiche die Preise immer inklusive Handgepäck und einem 23-Kilo-Koffer“. Vielleicht gibt es sowas schon, technisch absolut vorstellbar.
Endlich Ruhe? Mein Test: Kreuzfahrt nur für Erwachsene
Kreuzfahrten sind seit Jahren auch bei Familien mit Kindern populär. Es gibt mittlerweile aber auch Reedereien, bei denen Kinder an Bord streng verboten sind. Ich habe das erste Schiff nur für Erwachsene getestet - auf einer fünftägigen Kreuzfahrt ab Miami.
Wenn eine Orient-Kreuzfahrt im Krieg endet — Morr & Meer Kreuzfahrt-Podcast #19
Anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs spreche ich in Folge 19 vom Morr & Meer Kreuzfahrt-Podcast mit Thomas P. Illes – Kreuzfahrtanalyst, Krisenkommunikationsberater und Hochschuldozent – über das, was die Kreuzfahrtbranche gerade erlebt. Sechs Schiffe, vier Reedereien, bis zu 20.000 Passagiere: Was bedeutet es, wenn Urlauber plötzlich im Kriegsgebiet festsitzen? Warum konnten AIDA und Costa die Saison im Sommer absagen, während TUI Cruises und MSC bis zuletzt weiterfuhren.Wie hat die Krisenkommunikation der Reedereien funktioniert? Welche Rolle spielt die Straße von Hormus für die Weltwirtschaft? Und wie lange dauert es, bis sich Dubai und die Golfregion als Reiseziel erholt haben? Wir sprechen über Raketenalarm an Bord, Buskonvois durch Saudi-Arabien, einen Regionalflughafen in Al Ain, den niemand kannte – und darüber, was Kreuzfahrer, die für den nächsten Winter in Dubai gebucht haben, jetzt tun sollten. Eine Episode über Krisenmanagement, Eigenverantwortung, Weltwirtschaft und die Frage: Ist die Kreuzfahrtbranche wirklich so resilient, wie sie immer behauptet? Lieber hören? http://www.morr.de/pod
Ahoi, Ihr Lieben! Das Kreuzfahrtdrama der vergangenen Wochen ist zu Ende. Alle sechs Orient-Kreuzfahrtschiffe konnten die Straße von Hormus passieren - immerhin. Andererseits haben unzählige Handelsschiffe dieses Glück noch nicht gehabt - die generelle Lage dort ist nach wie vor schwierig. Auch für mich eine Überraschung: MSC Euribia, die Aroya und die beiden Celestyal-Schiffe haben nicht die lange Route rund um Südafrika genommen - sondern die Abkürzung durch den Suezkanal, der ja eigentlich...
Ahoi, Ihr Lieben! So wirklich dynamisch ist die Nachrichtenlage in der Kreuzfahrtwelt normalerweise nicht. Mal werden Schiffe bestellt, mal getauft, mal gibt’s einen kleineren Unfall. Von daher funktioniert es eigentlich auch, am Freitag Inhalte für den Sonntag zu produzieren - viel tut sich am Wochenende nicht mehr. Jetzt haben wir durch die Lage im nahen Osten allerdings eine Sondersituation, die nicht so recht berechenbar ist. Freitag Mittag hatte ich also die Newsfolge für den Morr & Meer...
Ahoi, Ihr Lieben! In den nächsten Wochen bin ich viel unterwegs - nächstes Wochenende geht’s nach Bochum unter anderem - Freunde haben mir zum Geburtstag den Besuch des Musicalklassikers „Starlight Express“ geschenkt. Ich war noch niemals in Bochum - das ist mutmaßlich kaum zu toppen - ich versuche es aber mal - mit New York - am 24. April geht’s los - und einen Tag später geht's auf die Valiant Lady für meine Reise nach Barcelona. Ich hoffe inständig, dass bei Finnair das Kerosin bis dahin...